Gr. 1,5h-2h – Warme und Kalte Farben (1./3)

THEMENBLOCK: Gr. 1,5-2h - Warme und Kalte Farben

Lernziel

Der Unterricht unterscheidet sich von dem für 1h darin, dass:

  • den Kindern noch die Formenzuordnung des Bauhaus vorgestellt wird und für die Struktur mit Holzkohle runde Formen für Kalt und spitze Formen für Warm gewählt werden.
  • Bzw. sie ein konkretes Motiv wählen, was dann nacheinander in 2-3 Unterrichten in “Warm”, “Kalt” und “gemischt/Dämmerung” dargestellt wird
  • Dass schon mit der „andere Farb-Seite“ begonnen wird
  • Dass sie gegebenenfalls auf kleinen Formaten am Tisch arbeiten

Materialien

  • weißes Papier senkrecht 160gr A3 oder kleiner
  • oder A2 hochweiß senkrecht /65×50 Fabriano
  • Gouache oder ggf. Acryl (nur bei kleineren Formaten)
  • runde Borstenpinsel zum Tupfen
  • Lappen, Paletten,
  • KEIN Wasser, nur 2-3 zentrale Behälter (habe ich aber auch mal mit Wasser auf den Stühlen gemacht, dann braucht man gute Lappen und die Kinder müssen verstehen, dass man an sich nicht waschen braucht, nur wenn man eine gaaaanz saubere Farbe erhalten will…)
  • Holzkohle/Presskohle

Vorbereitung

  • Der Raum ist in 2 Hälften geteilt, z.B. durch einen niedrigen Tisch oder einen Holz-Reifen. Der Reifen kann auch auf dem Tisch liegen
  • daneben die Box mit den bunten Tüchern und die Kiste mit den Gouache-Farben.
  • auf jeder Seite des Raumes stehen 6-7 Staffeleien (Tag/ Nacht) mit Malplätzen
  • Oder, falls der Lehrer sich für die Arbeit auf kleineren Formaten entscheidet, hohe Tische

Grober Ablauf

  1. Begrüßung und Gespräch
  2. Aufgabe vorzeigen
  3. Zeichnen
  4. Malen

Ablauf

1. Begrüßung und Gespräch

  • Lehrer begrüßt die Kinder, alle stellen sich einander vor
  • Was liegt denn hier? Das ist ein Farbkreis…. Häh, ohne Farben? Dann Tücher aus der Kiste holen. Wie ordnen wir die im Kreis an? In Regenbogenreihenfolge mit Grün Richtung Mappenschrank beginnend, so dass Richtung Spiegel die warmen und Richtung hinterer Raumbereich die kalten Farben angeordnet sind. Es müssen 8 Farben sein: Grün, Gelb, Orange, Rot, Purpur (Blaues und Rotes Tuch ineinander), Violett, Blau, Cyan (Grünes und blaues Tuch ineinander). Grün und Purpur sind sich gegenüber. Dann ordnen die Kinder die passenden Farbflaschen auf die Tücher. Helles Grün kann noch mit auf die warme Seite. Das dunkle Grün gehört auf die kalte. Purpur ist mittel. Wo kommt weiß hin? In die Mitte
  • Weiß ist der Lichtstrahl und in dem sind alle diese Farben drin. Wenn die Sonne nach dem Regen auf die Wassertropfen in der Luft strahlt, bricht sich ein Lichtstrahl in alle Farben auf, die in ihm drin sind und deswegen sehen wir sie als Regenbogen am Himmel….
  • Begriffe „warme Farben“ und „kalte Farben“ verwenden. Warm: Tag, kalt: Nacht
  • Oder auch Wasser und Feuer, in der Formenlehre des Bauhaus (Johannes Itten und Wassily Kandinsky) werden ihnen auch Eigenschaften zugeordnet: z.B. den warmen feurigen Farben eher spitze Formen, wie Dreieck (Gelb) und Viereck (Rot) und den kalten wasserartigen Farben eher runde Formen wie Zylinder und Kreis (Blau)
  • Wie seht ihr das?
  • Schwarz ist auch eine Farbe. Einerseits gehört es zu Nacht, aber es macht alle Farben, mit denen es gemischt wird wärmer.
Materialien
  • Holz-Reifen
  • Box mit den bunten Tüchern
  • Kiste mit den Gouache-Farben

2. Aufgabe vorzeigen

  • Lehrerin zeigt, wie gearbeitet wird. Erstmal eine Struktur, die der Farb- und Formwahl entspricht mit der Holzkohle/ Bleistift zeichnen. Zu den geometrischen Formen kommen dazu = Warm: Zickzack-Linien bzw. welche, die gerade verlaufen, oder irgendwo um die Ecke gehen (von einer Seite des Blattes zur anderen) und Kalt: Wellenlinien bzw. gebogene Linien von einer Seite des Blattes zur anderen. Also nicht nur geometrische Formen klein irgendwo ins Blatt zeichnen, sondern das ganze Papier mit langen Linien strukturieren und große und kleinen Formen zeichnen
  • Die Kinder zeichnen so, wie sie Form und Farbe passend zusammen empfinden
  • Dann entweder mit warmen oder kalten Farben demonstrieren, Struktur versuchen durch die Farbe zu verstärken/unterstützen,
  • falls noch Zeit ist, danach die Seite tauschen (sonst nächste Woche)
  • Ganz wenig Farbe auf den Pinsel nehmen und tupfen, dann anderen Farbe nehmen und Übergang tupfen. Pinsel bei Bedarf nur am Tuch abputzen. Mischen auf dem Papier durch Tupfen, nicht unbedingt auf der Palette.
  • Die Linien der Felder beachten
  • Kontraste zwischen Feldern schaffen
  • Gewichte im Bild durch Wiederholung von Firmen und Farben beachten
  • Verläufe malen
Aufwand 5 min
Materialien
  • Warm: Gelb, Orange, warmes Rot, warmes Grün, + Schwarz (macht alles bräunlich/ warm)
  • Kalt: Cyan, Ultramarin, Violett und kaltes Grün, + Weiß (macht alles eisiger)

3. Zeichnen der Struktur

  • alle Kinder bekommen ein Stück Holz- oder Presskohle/ Bleistift + Lineal (wahlweise)
  • jeder zeichnet passend zu Warm/ Kalt eine Struktur

4. Variante - Zeichnen eines konkrekten Motivs - für ältere Kinder/ mehr Anspruch

  • wenn zu “Warm/Kalt” auch “Nacht/Tag” eine größere Rolle spielen soll, könnten die Kinder auch ein konrektes Motiv darstellen. Z.B. eine Landschaft (Erinnerung an Aufgaben aus dem Raum-Jahr) oder ein Tier in der Natur etc.
  • Ziel wäre dann im gesamten Unterichtsblock, also 2-3 Unterrichte, nur mit diesem einen Motiv zu arbeiten und nur der Tageszeit passend etwas zu verändern
  • z.B.: nachts schläft das Tier liegend mit geschlossenen Augen und man sieht Mond und Fledermäuse. Tagsüber ist das Tier wach und steht und man sieht Sonne und Vögel.
  • Oder bei einem Zimmer mit Bett und Tisch mit Mensch als Motiv: Tagsüber steht der Mensch am Fenster und schaut nach draußen, wo gerade die Sonne hoch am Himmel steht, Nachts liegt er im Bett und man sieht draußen den Mond…
  • Lehrer zeigt verschiedene Kompositionsmöglichkeiten auf einem Papier an der Staffelei, so dass die Kinder Ideen bekommen, was sie darstellen könnten (Mein Vorschlag: Landschaft mit Haus, Tier in Natur, Zimmer mit Mensch)
  • dann würden die Kinder zuerst erst mehrere Kompositions-Skizzen auf einem A4-Schreibpapier machen, die der Lehrer korrigiert (Raumdarstellung, gut gegliederte Räume)
  • danach dann mit Kohle auf dem großen Papier: Schwierigkeit der Übertragung auf groß, Lehrer hilft
Materialien
  • Skizzenpapier
  • Bleistifte
  • A3 160gr /A2 Papier hochweiß für Bildumsetzung
  • Kohle

5. Malen

  • Kindern ggf. nochmal individuell zeigen wie man Verläufe tupft und wie man nur wenig Farbe auf den Pinsel bekommt
  • ggf. nochmal etwas mit Kohle dazu zeichnen.
  • wenn 1. Bild fertig ist, kann ein 2. mit den gleichen Farben gemalt werden + Weiß bei Warm und Schwarz bei Kalt, aber wieder zuerst zeichnen
  • Danach frei oder schon Bild von der „anderen Seite“ beginnen
Materialien
  • Gouache
  • ggf. Acryl (nur bei kleineren Formaten)
  • Borstenpinsel
  • Wasser optional
  • Lappen

Ergebnisse Di1 Brunn, Gouache

A4-A3