Überblick Themenblock “Kollage, Frottage und Malerei”

THEMENBLOCK: KEIN BLOCK

Lernziel

  • auf Grundlage unterschiedlicher Kollage Techniken, zu eigenen Bildideen kommen unter Berücksichtigung der “Gliederung des Bildfläche + Rhythmus”

Grober Ablauf

Nach der “Kollage nach dem Reliefbild” kann dieser Block als lockere und offene Unterrichtsvariante eingesetzt werden.

Je nachdem, wie die Kinder reagieren, können manche Themen auch ausgedehnt werden.

  • Malerische Interpretation der Kollage nach Reliefbild
  • Kollage mit selbst hergestelltem Kollagepapier (1-2 Unterrichte)
  • Frottage: Frottage als Bild + Weitergestalten, Frottage als Kollagematerial und dann Kollage + weiter gestalten. Optional diese Kollage dann malerische umsetzen

Wichtig ist, zu versuchen Assoziationen zu wecken, und nciht einfach “grundlos” etwas von den Kindern zu verlangen. Man könnet Beispiele aus der Natur heraussuchen und ausdrucken und als Inspiration dienen lassen bzw. in seiner Umgebung schauen (Pflastersteine, Rinde einer Birke, Holzmaserung…)

Ablauf

Beispielbilder Strukturen Natur/ Technik

Bitte sucht auch selbst Bilder.

Malerische Interpretation der Kollage nach Reliefbild

  • wenn, man das Gefühlt hat man sollte nun malen und nicht nochmal kollagieren bietet dieser Unterricht leichtgängig gute Ergebnisse

Teil 1:

Malen mit Acryl oder Aquarell und dazwischen weißes Papier als “Flüsse / Wege/Risse” lassen, bzw. das Papier vorher mit Kreide/Wasserfarbe grundieren.

Kleine Kinder können z.B. das Papier mit Kreide grundieren (rot), dann eine einfache Linienzeichung mit Bleistift machen, und dann mit Farbe (weiß) versuchen so drumherum zu malen, dass die Linien frei bleiben. Das kann man nur mit einer, oder mit mehreren Farbtönen machen.

Sollten die Kleinen die Nase voll haben vom Papier grundieren, kann man bereits getöntes Papier nehmen. Gekauft, oder vom Lehrer grundiert (z.B. mit Beize).

Teil 2:

Papier mit Acryl bemalen. Farbwahl z.B. warme/ Kalte Farbe/ nur die Grundfarben und deren Mischungen / Rottöne etc., danach durch schwarze Linien gliedern

Aufwand ein Unterricht

Ergebnisse aus früheren Jahren

  1. wo etwas frei gelassen wurde
  2. dann wo die Linien unabhängig von der Untergrundfarbe sind
  3. dann wo sie den Farbfeldern folgen.

Kollage mit selbst hergestelltem Kollagepapier

1. Kollage-Papier selbst herstellen

Dafür entweder eine Methode vorgeben oder (älteren Kindern) freie Wahl lassen.

Vorschlag: A3/A4 (für junge Kinder), mit Holzkohle Strichstrukturen anlegen (Duktus/ Gliederung der Bildfläche = Assoziationen zu vorherigen Unterrichten wecken).

oder mit Tusche.

Sollte z.B. für kleine Kinder ein konkretes Motiv wichtig sein, also keine abstrakte Struktur, kann man sich für einen Blumenstrauß mit Vase, ein Tier und ähnliches als Motiv im Vorfeld entscheiden. Für ein Tier kann man z.B. feine Strichstrukturen machen, so dass dann später aussieht wie Fell am Tier und Gras in der Umgebung.

2. Trägerpapier und Art der Stücke

Trägerpapier bearbeiten, wenn man nicht das ganze Papier bekleben will. Z.B. nach einer konkreten Bildidee (Himmel und Erde, Feuer, Höhle) oder einfach mit gewünschten Farben. Deckfarben aus dem Kasten oder Kreide.

Dann Kollagepapier entweder in gleich große Stücke falten + zerschneiden und auf Träger-Papier neu zusammen setzen. Oder reißen.

Aufkleben mit Abstand (Adern/ Flüsse/ Fugen) oder bündig wie ein Puzzle. Das Papier vorher färben, konkrete Motive, oder abstrakte…

Damit es spannend bleibt, kann man folgende regeln setzen:

Für die Kleinen: A4 Kollage-Papier muss vollständig in einem Bild verbraucht werden,

A3 Kollage-Papier muss in max. 2 Bildern

3. Nachbearbeiten

Nun mit diversen Materialien (Lehrer grenzt ein, oder freie Wahl) wie Tusche, Kreide, Ölpastell, Acryl weiter bearbeiten.

Sollten die Kinder Spaß finden oder interessante Ansätze haben, kann man einen weiteren Unterricht dran hängen und die Ansätze vertiefen. dafür zusammen mit den Kindern überlegen.

Aufwand 1-2 Unterrichte

Ulrikes schnelle Beispiele "Kollagepapier"

Strukturen zeichnen, dann ggf. Papier gleichmäßig Falten um es dann zu zerschneiden.

Ulrikes schnelle Beispiele "Ergebnisse"

  1. Alle Teile wurden auf A3 geklebt. Aber das Trägerpapier wurde nicht bearbeiten
  2. Ein Teil der Teile auf A4, Trägerpapier unbearbeitet, aber danach Nachbearbeitung
  3. Trägerpapier A3 in 3 Farben mit Deckfarben gestaltet, dann Teilweise beklebt udn vervollständigt
  4. Trägerpapier rot gefärbt, dann zum Teil gerissen zum Teil geschnitten + weiter bearbeitet.

 

Frottage

1. Frottieren demonstrieren, mit flachem Graphit-Stück (Achtung kein wasserlöslicher: vorher ausprobieren) diverse Oberflächen durch A3 70gr. Papier frottieren und dabei ein Bild erzeigen: überlegen, wo welche Oberfläche hin soll

2. die Kinder losschicken und Oberflächen sammeln + dabei Bild komponieren. Ggf. mehrere machen

3. Bild weiter bearbeiten, Lehrer demonstriert, diverse Materialien möglich

4. eines der Frottage-Papiere als Kollagepapier nutzen und eine Kollage daraus kleben. Kann abstrakt sein, wie oben, oder konkretes Motiv

für kleine Kinder: bevor man frottiert festlegen, dann man darauf ein Tier + Landschaft kollagieren will. Dafür nun Strukturen sammeln, die für Fell und Landschaftselemente (Himmel, erde, Gras, Baum) passen würden. Danach entsprechend ausschneiden (mit vorzeichnen), oder reißen + zusammen setzen.

5. weiter bearbeiten der Kollage aus Frottage-Stücken. Diverse Materialien möglich. Vorteilhaft: Bleistift, Kreide + Kohle, transparente Farben, die wässrige Deckfarben oder Aquarell. Tische ist auch möglich, kann aber dazu führen, dass die Kleinen alles übermalen…

6. ggf. Frottage-Kollage als gemaltes Bild an der Staffelei umsetzen (Motiv übertragen, überlegen, wie man Oberflächen und Strukturen malt)

Aufwand 1-2 Unterrichte

Frottage + weiter bearbeitet von Ulrike

Ergebnisse aus anderen Themen

Kollage aus Frottagestücken