Sternenschaf Geschichte

THEMENBLOCK: diverse Unterrichte

Lernziel

  • aus der Vorstellung arbeiten
  • durch einen emotionalen Anstoß in eine Stimmung kommen und aus dieser heraus arbeiten
  • Darstellung von Vorgestelltem
  • Darstellung von Weihnachtsbaum, Schaf und Fuchs lernen
  • Arbeitsweise in Schichten erlernen/ wiederholen
  • über die Geschichte die Bedeutung von Weihnachten/ des Baum indirekt vermitteln

Materialien

  1. Variante: Kreide + Kohle, graues Papier A2
  2. Variante: Acryl + Kohle, weißes Papier A2 bei 1,5-2h und  35×50 bei 1h

Vorbereitung

  • gemütlicher Platz zum Geschichte erzählen: Decke, Kissen, Lichterkette, sowie
  • Weihnachtsbaum (auf einem Bild/Brett gezeichnet, oder gebaut aus Papier)
  • Schaf und (Schnee-)Fuchs als Figuren, sonst abstrahiert aus einem Stück Watte für das Schaf und einem Stück Papier für den Fuchs
  • weißer Stoff für Schnee, ggf. grüner Stoff für Gras
  • Staffeleien mit Mal- oder Zeichenbrettern senkrecht, je nachdem

Grober Ablauf

Die Geschichte kennen langjährige Schülerinnen schon und man muss dann abwägen, ob es noch passt sie zu erzählen. Ansonsten ist sie jedes Jahr in der Weihnachtszeit dran auch als Anlass den Weihnachtsbaum darzustellen.

  1. Im Sitzkreis mit Kissen zusammen finden + Geschichte wird erzählt
  2. Mit Kindern Geschichte nachbesprechen
  3. ggf. zeigt Lehrer
  4. Bild wird an der Staffelei gemalt/ gezeichnet

 

Ablauf

Raumsituation Brunnenstr. 2025

Ergebnisse mit Kreide Di 1 Brunn

Beispiel und Ergebnisse aus 2024 und Vorjahren mit Kreide

Einmal war auch ein Bär der Freund des Schafs.

Ergebnisse aus Vorjahren mit Acryl

1.+2. Foto zeigt Schul-Kinder im 1,5h-Unterricht und das dritte Foto zeigt Kinder 4-5 J. und danach deren Ergebnisse.

1. Geschichte erzählen

  • Vorstellungsrunde, Heute letzter Unterricht vor Weihnachten und ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Das ist die Malschul-Weihnachtsgeschichte und nachher wollen wir ein Bild dazu malen/zeichnen

Es war einmal ein Schaf, das lebte mit seiner Familie und seinen Kameraden in einer Herde in einem Teil der Erde, wo es nie kalt war und immer grünes Gras wuchs. So war das Schaf immer satt und machte jeden Tag nichts anderes als alle anderen Schafe, nämlich fressen, schlafen und „Mäh“ sagen. Doch je älter es wurde, desto langweiliger war ihm dieses Leben. Es sehnte sich nach mehr, auch wenn es nicht wusste, was es sonst noch geben könnte auf der Welt. Und so wurde es etwas unglücklich.

Nachts war es häufig noch wach, wenn die anderen schliefen und schaute zu den Sternen am Himmel. (Es hatte von den Schäfern gehört, die sich manchmal nachts am Feuer trafen, dass die Sterne sehr weit weg sind, und ewig leben und Sonnen sind, die wie unsere Sonne Lichte und Wäre spenden…) Auch diese Nacht war das Schaf noch wach und belauschte heimlich die Schäfer

Der eine Schäfer erzählte von einem Zauberbaum. Der stünde in einem Land wo es nie warm ist und immer Schnee liegt sehr weit weg von hier. Wenn man es schafft auf den Baum hochzusteigen, dann kann man zu den Sternen fliegen. Danach lachten die Schäfer…

Das Schaf fand die Geschichte sehr schön und verstand nicht, warum die Schäfer gelacht haben. Kinder, was denkt ihr, warum haben sie gelacht? Das Schaf dachte: Zu den Sternen fliegen … das wäre schööön. Und was war Schnee?

Das Schaf schlief die kommenden Nächte schlecht, träumte immer vom Zauberbaum, bis es beschloss sein Leben zu ändern. Es wollte den Baum suchen gehen und zu den Sternen fliegen.

 

Also sagte es Lebewohl zu allen Kameraden und Verwandten und lief los. Auf seiner Reise sah es so viel Neues, andere Tiere und Menschen, musste Bäche durchqueren und auf Berge steigen, musste sich vor Wölfen retten und vor Menschen, die es einfangen wollte. Musste tagelang durch den Regen laufen und hatte auch oft sehr wenig zu essen.

Die Landschaft änderte sich, es wurde kälter. Und dann wieder wärmer. Ein Jahr war vergangen, aber den Zauberbaum hatte das Schaf noch nicht gefunden. Aber es gab nicht auf.

Als es noch ein paar Monate lief wurde es so kalt, wie noch nie, und da, da fielen weiße Flocken vom Himmel…Kinder, was denkt ihr was war das? Das Schaf hatte noch nie Schnee gesehen. Es freute sich sehr, weil es jetzt nicht mehr weit sein konnte bis zum Zauberbaum.

Im Schnee fand es sehr wenig Gras, und es wurde schwächer und bekam sogar eine Erkältung. An einem sehr kalten Tag, das Schaf war sehr müde und schlapp, traf es einen Fuchs. Eigentlich wäre es weggelaufen, aber es war zu schwach und begrüßte stattdessen den Fuchs. Es fragt ihn, ob er wüsste, wo es den Zauberbaum finden könnte. Der Fuchs kannte die Geschichte auch und meinte, es müsse kurz vorm Nordpol sein, wo der Wald aufhört, wo man den Baum finden könne. Wo es garnicht mehr hell wird und ständig die Sterne leuchten.

Der Fuchs war ein einsamer Geselle und freute sich, einen Gesprächspartner zu haben. So unterhielten sich die beiden und, ob ihrs glaubt oder nicht, sie wurden Freunde und reisten von da an zusammen.

Nach einiger Zeit, wurde der Wald lichter und die Sonne ging garnicht mehr auf. Es konnte nicht mehr weit sein.

Und tatsächlich. An einem Tag, es war der 24. Dezember, Heiligabend, fanden die beiden den Baum. Es war der allergrößte Tannen-Baum weit und breit, so hoch, dass man dachte seine Spitze berühre den Himmel. Seien Äste waren stark und prächtig und sahen aus, wie eine große Treppe.

Das Schaf war starr vor Ehrfurcht und Bewunderung und der Fuchs hüpfte vor Freude um den Baum… Als der erste Freude-Moment vorüber war, fing das Schaf an zu weinen. Der Fuchs wollte es trösten und fragte, warum es denn nicht fröhlich war. Das Schaf antwortete: „Nun hab ich den Baum gefunden, aber schau doch mal, ich habe Hufe, und wie soll ich denn auf den Baum herauf kommen?!“

Stimmt, keiner von beiden, hatte vorher darüber nachgedacht… Sollte der ganze Weg umsonst gewesen sein? All der Hunger, die Kälte, die Gefahren? Nein, es war nicht umsonst, das Schaf hatte die Welt gesehen, so vieles erlebt und hatte einen Freund gefunden, den Fuchs. Es war sehr enttäuscht, dass es nicht zu den Sternen fliegen konnte, aber auch dankbar, für alles, was es erlebt hatte. Es schlief weinend aber mit Dankbarkeit im Herzen unter dem Baum ein.

Dann irgendwann wurde es vom Fuchs geweckt, der aufgeregt kläffte. „Schaf, Schaf, wach auf, wach auf, schau doch mal…!

Das Schaf öffnete die Augen und konnte kaum glauben, was es sah: um den Baum herum war nun ein Treppe, eine Wendeltreppe, die im Kreis herum auf den Zweigen der Tanne bis nach oben führte… Wie konnte das sein…? Auch der Baum selbst sah anders aus, er war erleuchtet und geschmückt… Es war ein Wunder!

 

Das Schaf weinte schon wieder, diesmal vor Freude… Es war passiert, der Baum hatte gezaubert, das Schaf wurde belohnt! Es lief zur Treppe und hüpfte die ersten Stufen empor und blieb dann stehen. Es drehte sich um und sah den Fuchs. Er stand im Schnee und schaute das Schaf mit großen Augen an. „Willst du mitkommen?“ fragte ihn das Schaf. „Ich habe darüber nachgedacht“, antwortete der Fuchs, „aber ich mag es hier auf der Erde, und ich werde hier bleiben“. Beide waren sehr traurig und umarmten sich lange zum Abschied.

 

Dann lief das Schaf wieder zur Treppe und nahm die ersten Stufen schweren Herzens. Aber nach und nach wurden seine Schritte leichter und irgendwann hatte es das Gefühl zu fliegen, höher und höher, es spürte seine Beine nicht mehr, es war so leicht und froh.

 

Der Fuchs schaute dem Schaf von unten bei seinem Lauf zu. Es wurde immer kleiner, bis es nur noch ein kleiner wuscheliger weißer  Fleck war der dann irgendwann auf der Spitze des Baumes stand. Und dann, ja, dann hob es ab. Es flog, es flog. Es war ein Wunder.

 

Das Schaf flog höher und höher und dann war es verschwunden. Noch lange saß der Fuchs unter dem Zauberbaum, der immer noch prachtvoll leuchtete. Und als er schon gehen wollte, da blendete ihn plötzlich ein helles Licht vom Himmel. Da, wo die Spitze des Zauberbaumes den Himmel berührte, war ein neuer Stern am Himmel erschienen.

 

(Der Fuchs lächelte und fühlte sich seither dem Schafe nah, immer wenn er zu diesem Stern hoch sah. Er machte es sich zu seiner Lebensaufgabe anderen von der Geschichte vom Sternenschaf zu erzählen, und diejenigen, die daran glaubten zum Zauberbaum zu führen.)

 

Kinder, was denkt ihr, was ist mit dem Schaf passiert?

Aufwand 15 min
Materialien
  • der Lehrer hat das Stück Watte in der Hand, was das Schaf darstellen soll und bewegt es beim Erzählen. Bei der Reise läuft er durch den Raum bzw. nutzt die Kinder als “Berge”, “Felsen” etc. oder setzt das Schaf z.B. auf eine Staffelei (Berg) etc.
  • beim Baum angekommen das Bild/ den gebauten Baum als Requisite nutzen
  • das Schaf steht darunter, klettert hoch etc.

 

2. Reflektieren

  • Die Kinder nach den wesentlichen Punkten in der Geschichte fragen oder nochmal in 2 Sätze die Geschichte zusammen fassen. Dann Übergang zum Malen finden:
  • Jetzt überlegt jeder, welches Bild aus der Geschichte, er malen möchte. Ich finde den Moment, wo das Schaf und der Fuchs zum leuchtenden Baum hochschauen am schönsten (?) und möchte den Malen. Und du?

– Ich denke, der Baum, das Schaf und der Fuchs sollten auf jeden Fall im Bild vorkommen, oder?

Aufwand 5 min

3. ggf. Zeigen

  • bei älteren Kindern kann man aufs Ziegen verzichten, um nicht zu viel vorzugeben.
  • Lehrer zeigt, vor allem für kleine Kinder
  • Zuerst zeichne ich den Baum:
  • Mit Kohle den Stamm zeichnen (10cm nach unten Platz zum Blattrand lassen). Stamm bis zur Spitze. Dann von oben nach unten horizontale Striche als „Etagen“ zeichnen, die immer breiter werden. Fuchs und Schaf optional, sonst später mit Farbe
  • Acrylpalette steht bereit: Nun wird grün gemischt, 2 verschiedene Grüntöne mit Ultramarin und Cyan. Dann die Etagen des Baumes „füllen“ und dabei die Strichrichtung schräg nach unten machen, so dass sie wie Tannenzweige aussehen
  • Den Kindern sagen: Der Schmuck und der Schnee auf den Zweigen kommt später, wenn das Grün getrocknet ist. Dann der Schnee am Boden (Weiß und Hellblau), ggf, auch Erde und der Stamm in Braun (grün und Rot).
  • Dann der dunkle Himmel (Ultramarin, Violett und ggf.. Schwarz), später die Sterne darauf
  • dann Fuchs und Schaf in den Schnee/auf den Baum (Schaf ganz vereinfacht: weißes Puschel tupfen + 4 Striche als Beine sowie Kopf mit Ohr und Auge mit Schwarz)
  • Dann Schmuck und Lichter malen, Sterne
  • Alles nur andeuten (ca. 5 min) und den Kindern sagen, dass sie die Bilder ausfüllen mit Farbe, man selbst aber nicht so viel Zeit hat
  • Dabei thematisieren: Farben mischen, Pinsel am Tuch trocknen, Tupfen und den Pinsel nur waschen, wenn es sein muss
Aufwand 5-10 min

4. Bild aus Geschichte darstellen

1. Variante: Kohle + Kreide

Statt mit Acryl kann nach dem Baum zeichnen, mit Kreide weiter gearbeitet werden.

Vom Prinzip aber das Gleiche in 2 Schichten:

  • erst den Baum mit verschiedenen Grüntönen, dann einsprühen, dann erst den Schmuck
  • erst den Himmel, dann einsprühen, dann die Sterne.
  • Nach der ersten Schicht fixiert der Lehrer also die Kreide, damit sie sich nicht mit der 2. Schicht vermischt

2. Variante: Kohle + Acryl

zuerst Zeichnen:

  • Kinder bekommen Kohle. Dann ansagen:
  • Erst den Stamm (hoch genug)
  • Dann die Etagen (werden breiter)
  • ggf. noch Landschaft andeuten

Lehrer fixiert

dann malen:

  • Kinder bekommen Paletten und Borstenpinsel
  • Alle sollen die Reihenfolge beachten, dass zuerst der Baum bemalt wird, damit er dann trocken ist, wenn der Schmuck drauf soll
  • dann Hintergrund
  • Gold am Ende für Schmuck und Sterne
Aufwand restliche Zeit
Materialien

1. Variante:

  • Holzkohle und Kreide
  • Papier A2 senkrecht grau

2. Variante:

  • Holzkohle
  • Acryl: Paletten (befüllen, während Kinder zeichnen?) oder vorher. Alle Farbtöne außer Grün, Gold und Silber zum Schluss später dazu.
  • Wasser, Lappen, Borstenpinsel
  • Papier senkrecht ca. A2
  • bei kleinen Kindern ggf. auch Gouache statt Acryl und 50x35cm Papier