1,5/2h – Licht und Dunkelheit

THEMENBLOCK: diverse Unterrichte

Materialien

  • Zeichenbretter A3
  • Kreppband
  • Papier A4, A5 160gr
  • ggf. schwarzes Papier A5
  • ggf. gedritteltes A2 70gr (Streifen)
  • nur Schwarz-weiße Materialien: Ölpastell, Kreide, Tusche + Pinsel + Feder, Weißes und ggf. schwarzes Gouache
  • Nägel zum Kratzen
  • ggf. Tücher zum Verreiben
  • Wasserbehälter
  • Haarspray
  • Bleistift zum Beschriften
  • Handfeger für Kreidestaub

Vorbereitung

  • am Besten in dunklem Raum mit nur wenigen Lichtquellen, die auf die Tische gerichtet sind
  • in der Brunnenstr.: im Keller an den unterschiedlichen Tischen alles bereit stellen (A3-Bretter drunter legen)
  • in der Pappelallee im hinteren Bereich arbeiten und Stehleuchten und Lichterketten verwenden
  • in der Göhrener: Jalousien runter lassen und Stehleuchten und Lichterketten verwenden

Grober Ablauf

  1. Besprechnung
  2. Zeigen
  3. Arbeit am Thema

Ablauf

1. Gespräch

Wir haben über die nahe Wintersonnenwende gesprochen. Je älter die Kinder waren, desto mehr haben wir erläutert, wie die Wintersonnenwende physikalisch entsteht — durch die Neigung der Erdachse etc. — und die Bedeutung der Wintersonnenwende für die Menschen früher mit der christlichen Bedeutung der Geburt von Jesus Christus zusammengebracht.

Danach wurde darüber gesprochen, dass in früheren Zeiten das Licht im Winter etwas sehr Wertvolles war. Es gab ein Feuer, an dem sich alle trafen, und es wurde gehütet, da wenn es ausgeht, es möglicherweise nicht mehr entzündet werden konnte. Auch in nicht allzu ferner Vergangenheit gab es im Winter wenig Licht, da dieses teuer war — zum Beispiel Kerzen — und man saß dann abends gemeinsam an den wenigen Lichtquellen.

Das soll den Kindern helfen, sich in dieses Gefühl hineinzuversetzen und dem Licht eine besondere Bedeutung zu geben. Der Lehrer erzeugt durch seine Erzählung eine Stimmung, aus der heraus die Kinder dann arbeiten können. Die Erklärungen und Erzählungen leiten darauf hin, dass wir heute Bilder mit Licht und Dunkelheit modellieren: Weiß steht für Licht, Schwarz für Dunkelheit. Die Kinder sollen außerdem versuchen, wenn sie mit Weiß und Schwarz zeichnen, sich vorzustellen, dass die Licht und Schatten in der Hand haben.

Aufwand 10 min

2. Zeigen

  • der Lehrer zeigt, wie man das Papier festklebt und dann die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten von Materialien.
  • Wenn man mit Schwarz, also Dunkelheit, auf Papier arbeiten möchte, ist das leicht, weil das Papier weiß ist.
  • Wenn man aber mit Weiß arbeiten möchte, muss man erst einmal Dunkelheit schaffen, damit das Licht darin sichtbar wird. Dafür eignet sich, schwarze Pastellkreide aufzutragen und dann sehr stark zu verreiben. Es ist möglich, sie so lange zu verreiben, dass es aussieht wie schwarzes Papier.
  • Darauf kann man dann mit weißer Kreide, mit weißem Gouache und mit weißem Ölpastell arbeiten. Das Ölpastell lässt sich anschließend wegkratzen.
  • Die schwarze Kreide muss allerdings vorher fixiert werden. Ich habe die Kinder selbst fixieren lassen. Das war für die meisten eine interessante Erfahrung. Es kann eigentlich nicht viel schiefgehen.
  • Wenn man mit Schwarz arbeitet, stellt man sich vor, dass das Papier das Licht ist; je mehr Schwarz man aufträgt, desto weniger Licht bleibt.
  • Tusche kann auch eine dunkle Untergrundschicht bilden, muss aber erstmal trocknen
  • Die Kinder probieren verschiedene Schichtungen und verschiedene Werkzeuge.
  • Die Tusche können Sie sowohl mit dem Tuschepinsel als auch mit der Feder auftragen; für das Gouache empfiehlt sich ein Kunsthaarpinsel.
  • Sie waren sehr experimentierfreudig; manche haben auch Szenerien aus meiner Erzählung dargestellt.
Aufwand 5 min

3. freies Arbeiten

  • man unterstützt die Kinder mit Hinweisen, welche Kombinationen noch möglich sind, aber an sich lässt man sie weitesgehend in Ruhe
  • man achtet nur darauf, dass sie z.B. ihre Pinsel waschen, bevor sie Weiß nehmen, damit das dann schön hell ist, oder die Federn und Pinsel nicht in der Tusche lassen, zwischen durch die Kreide sprühen
  • man bieten neue Anreize durch neue Papierformate oder eben auch schwarzes Papier wenn vorhanden oder nötig. Die Ergebnisse auf schwarzem Papier waren aber nicht so spannend, wie die anderen
  • man kann auch dazu anregen nach abstrakten freien Experimenten nun eine Materialkombination herauszupicken und ein geplanteres Bild ggf. mit einem konkreten Motiv zu machen
Aufwand 50 min -1,5h

Beispiel Di1 und Mi2

Ich hatte garnicht unbedingt vor, dass mir alle die kleinen Felder nachmachen. Ich hatte das frei gelassen, jeder durfte wie er wollte, war aber ein guter Nebeneffekt.

Ergebnisse Di 1 (1,5h) - im Keller, kleine Blätter

Die mit den vielen Feldern sind zumeist die ersten, auf A4.

Danach folgten eher kleine Blätter und solche mit weniger Experimenten

Ergebnisse Mi2, 2h - halber Unterricht

Beispiel Do 1

In dieser Gruppe hatte ich vorgegeben, dass Materialexperimente aber auch Raum vorkommen soll/kann, was mein Beispiel widergibt.

Ergebnisse Do 1 (1,5h)

1/2 Unterricht, weil in andere Hälfte Masken bemalen

im oberen Raum und keine besondere Beleuchtung möglich

Die Kinder bekamen erst einen Streifen zum Ausprobieren und konnten danach nochmal ein kleines dickes Papier etwas größer als A5 (aus dem hochweißen A2) mit Kreppband ankleben und mit Material ihrer Wahl und schon festgelegtem Motiv gestalten.