1h – Licht und Dunkelheit
THEMENBLOCK: diverse Unterrichte
Ablauf
1. Gespräch
Wir haben über die nahe Wintersonnenwende gesprochen. Je älter die Kinder waren, desto mehr haben wir erläutert, wie die Wintersonnenwende physikalisch entsteht — durch die Neigung der Erdachse etc. — und die Bedeutung der Wintersonnenwende für die Menschen früher mit der christlichen Bedeutung der Geburt von Jesus Christus zusammengebracht.
Danach wurde darüber gesprochen, dass in früheren Zeiten das Licht im Winter etwas sehr Wertvolles war. Es gab ein Feuer, an dem sich alle trafen (so wie das in unserer Mitte), und es wurde gehütet, da wenn es ausgeht, es möglicherweise nicht mehr entzündet werden konnte. Auch in nicht allzu ferner Vergangenheit gab es im Winter wenig Licht, da dieses teuer war — zum Beispiel Kerzen — und man saß dann abends gemeinsam an den wenigen Lichtquellen.
Das soll den Kindern helfen, sich in dieses Gefühl hineinzuversetzen und dem Licht eine besondere Bedeutung zu geben. Der Lehrer erzeugt durch seine Erzählung eine Stimmung, aus der heraus die Kinder dann arbeiten können.
In Mi1 und Mi2 haben wir uns vorgestellt, dass ein paar rote Bausteine, die ich in die Lichterkette gelegt habe, Dracheneier wären. Diese schlüpfen und es kommt ein Feuerdrache heraus, der entweder viel Unheil anrichtet bevor er gebändigte wird oder eine andere Art von Geschichte, die der Lehrer zusammen mit den Kindern entwickeln kann.
Die Erklärungen und Erzählungen leiten darauf hin, dass wir heute Bilder mit Licht und Dunkelheit modellieren: Weiß und die Farben steht für Licht, Schwarz für Dunkelheit.
2. Zeigen
- ein paar Lichtquelle auf den Tisch richten
- erst einmal Dunkelheit schaffen, damit das Licht darin sichtbar wird. Dafür 1. Tusche auftragen. In der Zeit, dass sie trocknet 2. schwarze Pastellkreide aufzutragen und dann sehr stark zu verreiben. Es ist möglich, sie so lange zu verreiben, dass es aussieht wie schwarzes Papier.
- fixieren
- Darauf kann man dann mit Kreide, mit Gouache und mit Ölpastell arbeiten. Das Ölpastell lässt sich anschließend wegkratzen.
- Die schwarze Kreide muss allerdings vorher fixiert werden. Ich habe die Kinder zum Teil selbst fixieren lassen. Das war für die meisten eine interessante Erfahrung. Es kann eigentlich nicht viel schiefgehen.
- Die Kinder probieren verschiedene Schichtungen und verschiedene Werkzeuge.
- Die Tusche können Sie sowohl mit dem Tuschepinsel auftragen; für das Gouache empfiehlt sich ein Kunsthaarpinsel.
- Manche haben auch Szenerien aus meiner Erzählung dargestellt.
3. freies Arbeiten
- man unterstützt die Kinder mit Hinweisen, welche Kombinationen noch möglich sind, aber an sich lässt man sie weitesgehend in Ruhe
- man achtet nur darauf, dass sie z.B. ihre Pinsel waschen, bevor sie Weiß nehmen, damit das dann schön hell ist, zwischen durch die Kreide sprühen